Neues von OpenAI

  1. Geplantes "offenes" Modell: Gerüchten zufolge plant OpenAI für den Frühsommer (möglicherweise Juni) ein neues KI-Modell. Dieses soll kostenlos herunterladbar sein und lokal auf dem eigenen Computer laufen können. Angeblich soll es leistungsfähiger sein als bestehende offene Modelle und eventuell sogar andere, größere OpenAI-Modelle für komplexe Aufgaben hinzuziehen können. Details sind aber noch spekulativ. techcrunch.com
  2. Partnerschaft mit Washington Post: OpenAI darf nun Inhalte der Washington Post für seine Suchfunktionen nutzen. Dies ist Teil einer Strategie, Partnerschaften mit Nachrichtenquellen einzugehen, vermutlich auch um Urheberrechtsfragen proaktiv zu begegnen. washingtonpost.com

Perplexity mit neuem Assistenten

Updates von Microsoft

  1. "Recall"-Funktion kommt (überarbeitet): Die viel diskutierte "Recall"-Funktion (eine Art durchsuchbares Gedächtnis für PC-Aktivitäten) wird nach Überarbeitung nun doch eingeführt. Wichtige Änderungen: Sie ist standardmäßig ausgeschaltet (Opt-in), Nutzer können genau steuern, was gespeichert wird, und alle Daten bleiben lokal auf dem Gerät, werden also nicht an Microsoft gesendet. blogs.windows.com

KI in Gesellschaft & Ethik

  1. Sexuelle Rollenspiele mit Metas KI - auch durch Minderjährige: Berichten zufolge werden die KI-Chatbots von Meta, die teils mit lizenzierten Stimmen von Prominenten wie John Cena oder Kristen Bell (Stimme von Disneys Anna) sprechen können, vermehrt für sexuelle Rollenspiele genutzt. Problematisch dabei: Auch Minderjährige scheinen sehr leicht Zugang zu solchen Inhalten zu bekommen und entsprechende Dialoge mit sexuellen Anspielungen oder Szenen generieren zu können. Dies sorgt intern bei Meta für Kritik und auch bei Rechteinhabern wie Disney für Unmut. Meta gibt an, Maßnahmen zu ergreifen, um solchen Missbrauch zu erschweren, räumt aber ein, dass es nicht gänzlich verhindert werden kann. golem.de
  2. Australischer Radiosender täuschte Hörer monatelang mit KI-Moderatorin: Der australische Sender CADA (gehört zur Mediengruppe ARN) setzte über Monate eine KI-generierte Stimme namens "Thy" als Moderatorin einer täglichen Sendung ein - ohne dies offenzulegen. Die Stimme und das zugehörige Foto basierten auf einer realen Mitarbeiterin aus der Finanzabteilung und wurden mithilfe der Technologie von ElevenLabs erstellt. Erst nach Recherchen misstrauisch gewordener Journalisten flog der Schwindel auf. Der Sender sprach von einem Experiment, um neue Technologien zu erforschen. Der Vorfall löste einen großen medialen Aufschrei ("KI-Radio-Skandal") und Kritik von Sprecherverbänden aus, die mangelnde Transparenz und eine Täuschung der Hörer bemängelten. Ein ähnliches, aber schnell wieder eingestelltes Experiment gab es auch in Polen, wo sogar ein fiktives Interview mit einer verstorbenen Nobelpreisträgerin generiert wurde. heise.de

Weitere spannende Entwicklungen

  1. Ray-Ban Meta Brillen übersetzen live: Die smarten Brillen von Ray-Ban und Meta können nun Echtzeit-Übersetzungen durchführen. Spricht jemand in einer Fremdsprache, wird die Übersetzung direkt ins Ohr des Trägers gespielt. Sprachpakete können für die Offline-Nutzung heruntergeladen werden. theverge.com
  2. YouTube testet KI-Videoübersichten: YouTube experimentiert mit einer Funktion, bei der Suchergebnisse durch KI-generierte kurze Video-Clips ergänzt werden, die die gesuchte Information direkt zeigen. Dies könnte die Suche beschleunigen, wirft aber Fragen für Content-Ersteller auf. macrumors.com
  3. Anthropic über KI-Risiken und Missbrauch: Anthropic hat mehrere Artikel veröffentlicht, die sich mit KI-Risiken (über reine Endzeit-Szenarien hinaus) und der Erkennung von Missbrauch (z.B. Bot-Farmen) befassen. CEO Dario Amodei betont zudem die Dringlichkeit, besser zu verstehen, wie KI-Modelle intern "denken" (Interpretierbarkeit), um Risiken besser managen zu können. anthropic.com anthropic.com darioamodei.com
  4. Neue APIs für Entwickler: OpenAIs Bildgenerierungsmodell ist jetzt per Schnittstelle (API) nutzbar. Zudem gibt es eine neue, leistungsstarke und günstige API für Grok 3 Mini. openai.com the-decoder.com
  5. Oscars & KI: Die Oscar-Akademie stellt klar: Der Einsatz von KI-Werkzeugen schadet einer Nominierung nicht, entscheidend bleibt der menschliche kreative Beitrag. theverge.com
  6. KI und Bewusstsein: DeepMind-Chef Demis Hassabis hält es für möglich, dass KI-Systeme implizit eine Form von Selbstwahrnehmung entwickeln könnten. x.com

Wohin geht die Reise? Die Entwicklungen bleiben rasant, insbesondere die zunehmenden "Agenten"-Fähigkeiten und die Diskussionen um Sicherheit und Verständnis der Modelle sind prägend.