Anthropic bringt Claude direkt in Excel

Anthropic hat "Claude für Excel" vorgestellt (aktuell in einer Testphase). Nutzer können den KI-Assistenten über eine Seitenleiste verwenden, um Tabellen zu lesen, zu untersuchen und zu bearbeiten. Zudem gibt es neue Anbindungen und spezielle Fähigkeiten für die Finanzbranche.

Die Integration ermöglicht es Claude, Tabellenkalkulationen zu erklären, Formeln zu korrigieren oder neue Arbeitsmappen von Grund auf zu erstellen. Dies ist ein weiterer Schritt im Wettbewerb der KI-Assistenten für Tabellenkalkulationen, neben Lösungen von ChatGPT und Copilot. anthropic.com

OpenAI: Besserer Umgang mit psychischen Krisen

OpenAI hat Verbesserungen für GPT-5 vorgestellt, um besser auf Nutzer in psychischen Krisen zu reagieren. Nach Rücksprache mit über 170 Fachleuten aus dem Gesundheitswesen soll das Modell problematische Antworten deutlich reduzieren. openai.com

OpenAI: Neue Struktur und geänderte Microsoft-Bedingungen

OpenAI hat seinen umstrittenen Wandel zu einem "gemeinwohlorientierten Unternehmen" (public benefit corporation) abgeschlossen. Gleichzeitig wurden die Vereinbarungen mit Microsoft neu verhandelt. openai.com

Adobe MAX: KI für Kreative

Adobe hat auf seiner MAX-Konferenz eine Welle von KI-Neuerungen vorgestellt news.adobe.com

Nvidia: Hohe Umsatzziele und neue Partnerschaften

Nvidia-Chef Jensen Huang prognostiziert bis 2026 Einnahmen in Höhe von 500 Milliarden Dollar durch die Blackwell- und Rubin-Grafikprozessoren.

Extropic: Durchbruch beim Energieverbrauch?

Das Unternehmen Extropic hat einen neuen Chip-Aufbau vorgestellt (Thermodynamic Sampling Units, TSU). Diese Chips sollen Wahrscheinlichkeitsberechnungen statt herkömmlicher Verarbeitung durchführen.

Das Unternehmen behauptet, dass diese Hardware KI-Modelle mit 10 000-mal weniger Energie betreiben kann als aktuelle Grafikprozessoren. Dies könnte eine Antwort auf die Sorge sein, dass der hohe Energiebedarf den KI-Fortschritt begrenzen wird. extropic.ai

Universal Music einigt sich mit KI-Plattform Udio

Die Universal Music Group (UMG) hat ihren Urheberrechtsstreit mit dem KI-Musikgenerator Udio beigelegt. Mehr noch: Sie kündigten ein gemeinsames Unternehmen an, um 2026 eine lizenzierte KI-Musikplattform zu starten.

Künstler, die sich beteiligen, sollen sowohl für das Training der Modelle als auch für die Neumischung ihrer Lieder vergütet werden. Dies ist die erste große Vereinbarung dieser Art in der Musikindustrie. universalmusic.com

KI in Unternehmen: Nutzung steigt stark an

Eine jährliche Studie der Wharton School (mit 800 leitenden Entscheidungsträgern in US-Firmen) zeigt: Die KI-Nutzung in Unternehmen nimmt rasant zu. ai.wharton.upenn.edu

Kurznachrichten der Woche

  1. Character AI: Die Plattform wird ab Ende November offene Gespräche mit ihren KI-Figuren für Nutzer unter 18 Jahren sperren. Dies folgt auf rechtlichen Druck von Gesetzgebern. blog.character.ai
  2. KI-Selbsterkenntnis?: Forscher von Anthropic stellten fest, dass Claude manchmal erkennen kann, wenn Konzepte künstlich in seine Verarbeitung "eingepflanzt" werden. Dies zeigt begrenzte Fähigkeiten zur Selbstbeobachtung. anthropic.com
  3. Sicherheits-Agent: OpenAI testet "Aardvark", einen KI-Agenten (basierend auf GPT-5), der selbstständig Sicherheitslücken in Programmcodes finden und beheben soll. openai.com

Die Entwicklungen zeigen: KI wird immer stärker in Fachbereiche wie Finanzen (Claude), Kreativarbeit (Adobe) und sogar in die Musikproduktion (Udio) integriert. Gleichzeitig rücken die Themen Sicherheit (OpenAI) und Energieverbrauch (Extropic) in den Mittelpunkt.