Meta: Der Chef nutzt jetzt digitale Assistenten
Mark Zuckerberg lässt derzeit einen persönlichen "Chef-Assistenten" entwickeln. Dieser soll ihm blitzschnelle Antworten liefern und dabei die üblichen Hierarchieebenen im Unternehmen überspringen. Gleichzeitig wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei Meta nun offiziell in die Leistungsbewertung der Belegschaft einbezogen. Interne Werkzeuge verhandeln bereits selbstständig mit den Programmen anderer Mitarbeiter, während ein zentrales System namens "Second Brain" sekundenschnell Antworten aus allen internen Dokumenten zieht. wsj.com
OpenAI ändert den Kurs: Aus für das Videoprogramm Sora
Überraschung bei OpenAI: Das viel beachtete Modell zur Videoerstellung, Sora, wird komplett eingestellt. Die frei werdende Rechenleistung fließt stattdessen in "Spud" - das nächste große Sprachmodell, das laut Sam Altman bereits in wenigen Wochen erscheinen soll. Das bisherige Video-Team widmet sich nun der Erschaffung von Welt-Simulationen für die Robotertechnik. Durch diesen Schritt liegt auch eine geplante Milliarden-Zusammenarbeit mit Disney vorerst auf Eis. x.com
Hark: Ein neues Zeitalter für persönliche KI-Geräte
Der Gründer von Figure AI, Brett Adcock, hat mit "Hark" ein neues Unternehmen vorgestellt. Nach acht Monaten Entwicklungszeit im Verborgenen und einer Eigeninvestition von 100 Millionen Dollar arbeitet ein Team aus ehemaligen Fachleuten von Apple, Google und Meta an speziellen Geräten für das Zuhause. Diese Systeme sollen "mitdenken" und sogar vorausschauend handeln. Die ersten Auslieferungen werden für diesen Sommer erwartet. x.com
Apple: Großer Umbau für den Sprachassistenten
Im Juni wird Apple Berichten zufolge eine eigenständige Anwendung für seinen Sprachassistenten Siri vorstellen. Unter dem Namen "Ask Siri" wird dies eher einem fließenden Text-Assistenten gleichen. Das System soll in der kommenden Version des Betriebssystems (iOS 27) selbstständig E-Mails, Nachrichten und Notizen auslesen, um Zusammenhänge besser zu verstehen, und sogar Handlungen in Programmen von Drittanbietern ausführen. bloomberg.com
Der ultimative Leistungstest: Maschinen scheitern an menschlicher Logik
Ein neuer Prüfstand für künstliche Intelligenz (ARC-AGI-3) zeigt erstaunliche Ergebnisse: Während Menschen die gestellten, spielerischen Rätsel auf Anhieb zu 100 Prozent lösen, scheitern die besten aktuellen KI-Modelle kläglich. Der Spitzenreiter erreichte nicht einmal einen Wert von einem Prozent. Die Systeme müssen hierbei ohne vorherige Anleitung selbstständig Regeln erkennen und Strategien entwickeln - ein Beweis dafür, dass echtes logisches Denken für Maschinen noch immer eine gewaltige Hürde darstellt. arcprize.org
Effizienz und Forschung: Neuigkeiten von Google, Meta und Roche
Google spart Speicher: Ein neues Rechenverfahren namens "TurboQuant" schrumpft den Speicherbedarf von Sprachmodellen um das Sechsfache, ohne dass die Genauigkeit darunter leidet. Auf Hochleistungschips liefert es zudem bis zu achtmal schnellere Antworten. research.google
Meta simuliert das Gehirn: Mit "TRIBE v2" wurde ein Modell frei zugänglich gemacht, das auf echten Hirnscans basiert. Es kann Nervenaktivitäten für Sehen, Hören und Sprache derart gut vorhersagen, dass es oft genauer ist als tatsächliche, störanfällige medizinische Messungen. ai.meta.com
Roche baut Daten-Fabrik: Der Pharmariese beschleunigt die Medikamentenentwicklung mit einer neuen Anlage, die von über 3.500 hochmodernen Grafikprozessoren angetrieben wird. forbes.com
Wikipedia zieht eine klare Grenze
Die englischsprachige Wikipedia hat den Einsatz von künstlicher Intelligenz zum Schreiben und Umschreiben von Artikeln fast einstimmig verboten. Die freiwilligen Bearbeiter wehren sich damit gegen die zunehmende Flut fehlerhafter, maschinell erstellter Texte. Lediglich zur reinen Rechtschreibprüfung oder für Übersetzungen, die von Menschen kontrolliert werden, bleibt die Technik erlaubt. en.wikipedia.org
Stimmen klonen in Sekunden
Das Unternehmen Mistral hat ein schlankes Programm zur Spracherzeugung veröffentlicht. Es kann jede menschliche Stimme anhand einer nur drei Sekunden langen Aufnahme täuschend echt nachahmen - und das in neun verschiedenen Sprachen. mistral.ai
Anthropic: Das Geheimnis um "Claude Mythos"
Ein kurzzeitig veröffentlichter (und schnell wieder gelöschter) Beitrag offenbarte das bisher stärkste Modell von Anthropic. "Claude Mythos" soll aktuelle Modelle in Bereichen wie Programmieren und logischem Denken weit übertreffen. Besonders brisant: Das Modell ist derart gut im Aufspüren von Sicherheitslücken in Computernetzwerken, dass Anthropic eine Welle von Angriffen befürchtet. Aus Sorge um die digitale Sicherheit bekommen vorerst nur ausgewählte Fachleute für Gefahrenabwehr Zugang, um wichtige Systeme vorab schützen zu können. m1astra-mythos.pages.dev
Wie seht ihr diese Entwicklungen? Sollte künstliche Intelligenz wirklich Aufgaben von Führungskräften übernehmen, und wie bewertet ihr den Vorstoß von Wikipedia?
